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Mittwoch, 7. Januar 2015

Fördermittel selber finden

Wer in Eigenregie passende Förderprogramme im unübersichtlichen Förderdschungel finden will, der braucht zumindest einige Wegweiser, an denen er sich orientieren kann. Denn wer die Grundlagen präsent hat, hat eine größere Chance, die aktuellen Informationen für ein spezielles Vorhaben zu finden. Übrigens hilft die Kenntnis der Grundstrukturen auch dabei, unnötig Zeit zu verschwenden. Denn Sie werden bei zielgerichteter Suche schnell feststellen, wenn es für Ihr Vorhaben keine Fördermittel gibt. Also, auf zu neuen Ufern! Es lohnt sich.


 Die unüberschaubare Flut von Fördermitteln

...kann schon ein wenig mutlos machen. Mehr als 3.600 Förderprogramme sind verfügbar und es scheint schier unmöglich zu sein, diese zu überblicken. Die gute Nachricht: Das müssen Sie auch nicht. Es reicht, sich einen rudimentären Überblick zu verschaffen. Wenn man von Fördermitteln spricht, sind
  • Darlehen
  • Bürgschaften
  • Zuschüsse
  • Beteiligungen oder 
  • Garantien 
gemeint. Reine Zuschussjäger werden vorschnell die Flinte ins Korn werfen und leer ausgehen, während besonnene Zeitgenossen durchaus die Vorteile einer langfristigen, zinsgünstigen Finanzierung aus Förderdarlehen mit kombinierter Bürgschaftsvereinbarung zu schätzen wissen. Unterm Strich sparen diese Kandidaten nämlich Jahr für Jahr Zinszahlungen oder verschaffen sich eine dreijährige tilgungsfreie Anlaufzeit. Diesen Vorteil bietet Ihnen kaum eine reguläre Hausbank.

Einige Fördermittel sind gesetzlich verankert

Der Staat subventioniert also automatisch per Gesetz. Andere Förderprogramme richten sich explizit an die gewerbliche Wirtschaft, unterstützen Vorhaben im Dunstkreis erneuerbarer und effizienter Energien (Tendenz sinkend), es gibt Technologie- und Innovationsförderung, gezielte Förderprogramme für die regionale Infrastruktur und anderes mehr.

Die Förderbereiche, in denen oft Potenzial steckt und prinzipiell für alle gewerblichen Unternehmen nahezu sämtlicher Branchen bereitstehen sind: 
  • Förderprogramme für die Existenzgründung-und Festigungsphase
  • Förderprogramme zur Unternehmensfinanzierung in jeder Entwicklungsphase eines Unternehmens
  • Fördermittel für Betriebe, die Investitionen in die regionale Infrastrukturvorhaben vornehmen
  • Fördermittel für Innovationen. (Das ist Ein sehr weites Feld. Unter Umständen ist die Erschließung eines neuen Geschäftsbereichs bereits eine Innovation, die förderfähig ist.)
  • Förderprogramme für Kosten, die bei der Inanspruchnahme von externen Beratungsleistungen anfallen.

Förderpotenzial ergibt sich aus Ihrer Aktivität am Markt

Es ist sehr gut möglich, dass Sie mit Ihrem neuen oder bestehenden Unternehmen früher oder später an einen Punkt gelangen, der generell förderfähiges Potenzial beinhaltet. Doch eins ist in 99 % aller Fällen immer gleich: Gefördert wird nur dann, wenn Sie selber Geld ausgeben, d.h. dass Sie ins Risiko gehen (müssen). Und was mindestens genauso wichtig ist: Fördermittel müssen bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen immer vor Beginn eines Vorhabens beantragt werden. Verpassen Sie den Zeitpunkt, wirkt das als absolutes KO Kriterium.

Welche Programme konkret zur Verfügung stehen und wie Sie sie beantragen können, lesen Sie in den nächsten Beiträgen.


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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die Macht des Faktischen



 

Als Existenzgründer hat man gerne selbst die Fäden in der Hand. Schließlich geht es um das „Baby“, die ureigene Geschäftsidee, den Augenstern. Auch wenn es klischeehaft klingt, dieses Verhalten trifft auf viele Gründer zu, die in meine Beratung kommen. Und das ist auch gut so – bis zu einem gewissen Punkt. Wenn die Macht des Faktischen ihre Wirkung entfaltet, dann nützen auch keine Pläne mehr, weder Plan A noch Plan B. Die Kunst ist, den Zeitpunkt zu erkennen und sich zu arrangieren. Ansonsten verpulvert man wertvolle Zeit wie Don Quichote und Sancho Pansa im Kampf gegen die Windmühlen.

Wenn etwas zu ändern ist: Ändern. Sofort.

Wer die Fäden in der Hand hat, hat die Macht. Sie bestimmen, wohin Ihr Unternehmen läuft. Sie bestimmen, wann Sie was zu welchem Preis kaufen oder verkaufen. Wenn die Situation etwas komplexer wird und andere Geschäftspartner mit im Boot sitzen, kommt es auf ihre Kommunikationsfähigkeiten an. Was in der letzten Generation noch undenkbar war, nämlich ausschließliches Kommunizieren auf schriftlichem Weg, ist für die jungen Wilden von heute an der Tagesordnung. Sie suchen ihre Kunden online, machen online Angebote und chatten virtuell. Das läuft ganz gut, aber richtig gut bezahlte Jobs gehen oft an andere Firmen. Warum das so ist? Weil Sie es mit Menschen zu tun haben, die anders ticken, als Sie.




Alte Hasen vergeben dicke Aufträge

Die alten Hasen sind nach wie vor am Markt, sie haben also auch nach wie vor Einfluss auf das Marktgeschehen. Und nicht selten verwalten sie fette Budgets. Was tun Sie also, wenn wir es mit so einem alten Hasen zu tun haben, der vermutlich aus seiner Biografie heraus den persönlichen oder zumindest telefonischen Kontakt bevorzugt? Erziehen Sie ihn um und zwingen ihn in die Kommunikation per E-Mail, Skype oder Online-Chat? Ja, das können Sie machen, vorausgesetzt Sie wollen kein Geschäft abschließen. 

Sie können sich aber auch der Macht des Faktischen beugen und in seine Welt einsteigen. Rufen Sie an. Fahren Sie hin. Sprechen Sie persönlich. Und hinterlassen Sie einen guten Eindruck. 

Persönlichkeit vor virtueller Präsenz

Viele Auftraggeber schätzen trotz der raschen Entwicklung im Online-Sektor nach wie vor, wenn sie die Menschen kennen, mit denen sie arbeiten. Die persönliche Basis ist manchmal durch nichts zu ersetzen, insbesondere dann, wenn finanziell lukrative Jobs vergeben werden. Sie haben die Zügel in der Hand. Und wer einen Karren lenkt, der viel Umsatzvolumen transportiert, sollte hoch genug sitzen, um das große Ganze im Blick zu behalten.

Dienstag, 29. Januar 2013

Zeit ist Geld - Eine gute Organisation hilft Geld sparen



Wer viel arbeitet hat naturgemäß wenig Zeit. 

Oder?

Wer viel arbeitet, hat genauso viel Zeit, wie jeder andere auch. Zeit ist Geld, Zeit ist kostbar und verlorene Zeit ist unwiderbringlich. Darum ist es so wichtig, ihr ein Mindesmaß an Aufmerksamkeit zu schenken. Die Arbeitswelt verlangt permanente Erreichbarkeit (wirklich?), so gut wie jeder hat ein Mobiltelefon, ruft von unterwegs Mails ab und beantwortet sie schnell im Vorbeigehen. Technische Geräte, die eigentlich zu Zeitersparnis führen sollten, sorgen jetzt dafür, dass wir noch mehr in noch weniger Zeit erledigen (können). Welche Qualität die Arbeitsleistung hat, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Darüber hinaus sind die Kenntnisse um ganz grundlegende Dinge, wie Zeit- und Organisationsmanagement nicht so rasant angewachsen, wie das Wissen um Twitter, Tablett-PCs, Smartphones & Co. Und so brennt die Kerze, respektive das Nervenkostüm, leicht an zwei Enden.

Besonders bei Existenzgründern verbreitet ist das Phänomen, dass die Woche sieben (Arbeits-) Tage hat, dass auch sonntags Meetings angesetzt, Mails geschrieben und Termine wenigstens zum Mittagessen vereinbart werden. Und trotzdem reicht die Zeit augenscheinlich nicht. Auch nicht dazu, die Zeit gezielt zu planen. Eine Binsenweisheit ist, dass es gerade bei extrem vollen Kalendern lohnenswert (und gesundheitsfördernd!) ist, die Zeiten, und dazu gehören Arbeitszeit und Freizeit, besonders sorgfältig und überlegt zu planen.  

Grundsätzlich sei gesagt, dass es immer wieder Phasen geben kann, in denen das oben beschriebene Szenario zum Alltag gehört. Wenn das jedoch zum Dauerzustand wird und die freie Zeit als Belastung empfunden wird, weil man mit sich nichts anzufangen weiß, dann ist ein Stresslevel erreicht, das mit Sicherheit ungesund ist. Es geht schneller, als man denkt: die Stressfalle schnappt zu, und das nicht selten unbemerkt. Hier ein kurzer Test, um herauszufinden, ob Sie schon gestresst sind oder Privates und Berufliches in einer guten Balance halten:

1.    Können Sie berufliche Sorgen abschalten, wenn Sie Feierabend haben?
2.    Treffen Sie regelmäßig Freunde und Familie?
3.    Gönnen Sie sich bewusst Auszeiten?
4.   Sind morgens die ersten Gedanken nicht bei der Arbeit, sondern bei anderen Dingen?
5.  Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten überwiegend über Privates und nicht hauptsächlich über Ihren Job?

Wenn Sie mehr als 2 Fragen mit nein beantwortet haben, befinden Sie sich auf dem besten Weg in die Stressfalle. Wenn die einmal zugeschnappt ist und die Tage endlos vollgestopft sind mit Terminen, Telefonaten, Meetings und anderen Verpflichtungen, dann wird es immer schwieriger, das Stresslevel zu senken.
Hier sind zwei statistische Wahrheiten, die sich mit dem Thema Zeitplanung und Arbeitsleistung beschäftigen. Die Daten stammen aus Betrieben, die ich im Rahmen von Coachings und Beratungen über die Jahre gesammelt und ausgewertet habe:

  1. Im Rahmen eines gezielt geplanten Arbeitsalltags sind durchschnittlich 65-80% abrechenbare Leistungen üblich.
  2. Im Rahmen eines ungeplanten Arbeitsalltags sind 30-50% abrechenbare Leistungen üblich.
Alleine diese Zahlen sind Ansporn genug für mich, regelmäßig flexible Jahresplanungen vorzunehmen und diese konsequent auf Monate, Wochen und Tage herunter zu brechen. Ein gut organisierter Schreibtisch, eine funktionierende Ablagestruktur und eine schlanke Verwaltung sind dabei meine 3 Hauptschlüssel, die die Stressfalle erst gar nicht zuschnappen lassen. 

Natürlich ist jeder Geschäftsalltag anders und jeder Unternehmer hat eine andere Arbeitsweise. Wenn Sie sich etwas gönnen wollen, dann nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Zeitplanung zu strukturieren. Es gibt eine Flut von Fachbüchern dazu, die Sie lesen können. Und wenn Sie dazu keine Zeit haben: Eine individuelle Beratung zum Thema Zeit- und Organisation kann dabei helfen, in kurzer Zeit eine maßgeschneiderte Lösung zu entwerfen.

Förderungen

Mit dem Unternehmerzuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle sind für Unternehmen, die mindestens 1 Jahr am Markt sind, Beratungsleistungen zum Thema Organisationsberatung 50-75% förderfähig. Für Existenzgründer und Unternehmen bis zum 5 Jahr kann ein vergleichbarer Zuschuss (50% - 75% sind üblich, bis 90% werden bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus bezuschusst) über das Kfw-Gründercoaching beantragt werden. Schauen Sie z.B. in die Beraterdatenbank der Kfw und finden Sie einen Berater Ihrer Wahl in Ihrer Nähe. 


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