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Donnerstag, 15. Januar 2015

Step by Step – Zuschuss Gründercoaching


Bis zu 4.500 € können Sie für eine qualifizierte Beratung erhalten. Mit dem Zuschuss aus dem Förderprogramm Gründercoaching Deutschland können Sie Kosten bezahlen, die Ihnen ein Berater für wirtschaftliche, finanzielle oder organisatorische Leistungen in Rechnung stellt. Besser gesagt: Wenn Ihnen ein Berater dabei hilft, den Businessplan für die Bank zu erstellen, Ihre Büroorganisation einzurichten oder ein Marketingkonzept aufzustellen, können Sie Zuschüsse bekommen. Wichtig: Sie müssen bereits gegründet haben, aber noch nicht länger als 5 Jahre selbständig sein.



Auch hier gilt wie fast immer in der Förderlandschaft, dass Sie den Antrag stellen müssen, bevor Sie einen Auftrag vergeben. Der Weg ist einfach:

  1. Zunächst wählen Sie Ihren Regionalpartner aus. Das ist die Stelle, die später den Antrag entgegennimmt.
  2. Dann wählen Sie den Gründercoach, den Sie in der Kfw-Beraterdatenbank finden. Achtung: Diesen Vertrag dürfen sie erst abschließen, wenn sie die Zusage der KfW für das Gründer Coaching in Händen halten! Qualifizierte Gründercoaches kennen den Ablauf und helfen Ihnen dabei, die Fristen und formalen Anforderungen einzuhalten. Eine Empfehlung wäre, zwei oder drei Coaches persönlich kennen zu lernen, bevor Sie sich für einen entscheiden. Denn eines ist sicher, die Chemie muss stimmen!
  3. Der nächste Schritt ist, den Antrag online zu stellen. Dieser umfasst mehrere Seiten und fragt unter anderem ab, welche Beratungsleistung Sie in Anspruch nehmen wollen und welcher Gründercoach dafür vorgesehen ist.
  4. Ist der Antrag komplett ausgefüllt, machen Sie einen Termin beim Regionalpartner und legen den Antrag vor. Der Regionalpartner prüft den Antrag und spricht mit Ihnen persönlich. In diesem Gespräch stellte fest, ob alle Angaben in Ordnung sind und hilft dabei, falls Unstimmigkeiten vorliegen. Sind diese aus der Welt geschafft, reicht er den Antrag bei der KfW ein.
  5. Sie warten auf die Zusage für den Bescheid, der Ihnen direkt zugestellt wird.

Damit ist zumindest in formaler Hinsicht der komplizierteste Teil erledigt. Die Bearbeitung bei der Kfw dauert zwischen 5 und 10 Arbeitstage. Nach der Theorie kommt die Praxis.

  1. Sobald die Zusage vorliegt, können Sie einen schriftlichen Vertrag abschließen. Im Vertrag sollte mindestens stehen, welche Inhalte das Coaching hat, wie hoch der Tagessatz ist und wie viele Beratungstage innerhalb der nächsten sechs Monate geplant sind. Jetzt steht einer Beratung nichts mehr im Wege.
  2. Sie treffen sich wie vereinbart mit ihrem Coach und erarbeiten zusammen die vertraglich vereinbarten Inhalte.
  3. Ist die Beratung abgeschlossen, erstellt ihr Coach den Schlussverwendungsnachweis.
  4. Außerdem erhalten Sie die Rechnung, die Sie ausgleichen müssen.
  5. Nun reichen Sie bei der KfW die Rechnung, den Kontoauszug über den Nachweis ihrer Zahlung sowie den Schlussverwendungsnachweis ein.
  6. Eventuell sind noch andere Papiere notwendig, zum Beispiel wenn Sie bzw. Ihr Unternehmen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.
Liegen alle Abrechnungsunterlagen in korrekter Form bei der KfW vor, zahlt sie den Zuschuss aus.
Alle Details, Formblätter und Datenbanken zum Förderprogramm Gründercoaching Deutschland finden Sie auf der offiziellen Internetseite der KfW-Berater Bank.


www.grantconsult.de                 Tel.: 0211/7306 1900                       info@grantconsult.de


Mittwoch, 7. Januar 2015

Fördermittel selber finden

Wer in Eigenregie passende Förderprogramme im unübersichtlichen Förderdschungel finden will, der braucht zumindest einige Wegweiser, an denen er sich orientieren kann. Denn wer die Grundlagen präsent hat, hat eine größere Chance, die aktuellen Informationen für ein spezielles Vorhaben zu finden. Übrigens hilft die Kenntnis der Grundstrukturen auch dabei, unnötig Zeit zu verschwenden. Denn Sie werden bei zielgerichteter Suche schnell feststellen, wenn es für Ihr Vorhaben keine Fördermittel gibt. Also, auf zu neuen Ufern! Es lohnt sich.


 Die unüberschaubare Flut von Fördermitteln

...kann schon ein wenig mutlos machen. Mehr als 3.600 Förderprogramme sind verfügbar und es scheint schier unmöglich zu sein, diese zu überblicken. Die gute Nachricht: Das müssen Sie auch nicht. Es reicht, sich einen rudimentären Überblick zu verschaffen. Wenn man von Fördermitteln spricht, sind
  • Darlehen
  • Bürgschaften
  • Zuschüsse
  • Beteiligungen oder 
  • Garantien 
gemeint. Reine Zuschussjäger werden vorschnell die Flinte ins Korn werfen und leer ausgehen, während besonnene Zeitgenossen durchaus die Vorteile einer langfristigen, zinsgünstigen Finanzierung aus Förderdarlehen mit kombinierter Bürgschaftsvereinbarung zu schätzen wissen. Unterm Strich sparen diese Kandidaten nämlich Jahr für Jahr Zinszahlungen oder verschaffen sich eine dreijährige tilgungsfreie Anlaufzeit. Diesen Vorteil bietet Ihnen kaum eine reguläre Hausbank.

Einige Fördermittel sind gesetzlich verankert

Der Staat subventioniert also automatisch per Gesetz. Andere Förderprogramme richten sich explizit an die gewerbliche Wirtschaft, unterstützen Vorhaben im Dunstkreis erneuerbarer und effizienter Energien (Tendenz sinkend), es gibt Technologie- und Innovationsförderung, gezielte Förderprogramme für die regionale Infrastruktur und anderes mehr.

Die Förderbereiche, in denen oft Potenzial steckt und prinzipiell für alle gewerblichen Unternehmen nahezu sämtlicher Branchen bereitstehen sind: 
  • Förderprogramme für die Existenzgründung-und Festigungsphase
  • Förderprogramme zur Unternehmensfinanzierung in jeder Entwicklungsphase eines Unternehmens
  • Fördermittel für Betriebe, die Investitionen in die regionale Infrastrukturvorhaben vornehmen
  • Fördermittel für Innovationen. (Das ist Ein sehr weites Feld. Unter Umständen ist die Erschließung eines neuen Geschäftsbereichs bereits eine Innovation, die förderfähig ist.)
  • Förderprogramme für Kosten, die bei der Inanspruchnahme von externen Beratungsleistungen anfallen.

Förderpotenzial ergibt sich aus Ihrer Aktivität am Markt

Es ist sehr gut möglich, dass Sie mit Ihrem neuen oder bestehenden Unternehmen früher oder später an einen Punkt gelangen, der generell förderfähiges Potenzial beinhaltet. Doch eins ist in 99 % aller Fällen immer gleich: Gefördert wird nur dann, wenn Sie selber Geld ausgeben, d.h. dass Sie ins Risiko gehen (müssen). Und was mindestens genauso wichtig ist: Fördermittel müssen bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen immer vor Beginn eines Vorhabens beantragt werden. Verpassen Sie den Zeitpunkt, wirkt das als absolutes KO Kriterium.

Welche Programme konkret zur Verfügung stehen und wie Sie sie beantragen können, lesen Sie in den nächsten Beiträgen.


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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Gründercoaching: Kürzung, Sparkurs - was kommt 2015?



Wer sich selbständig macht, kann derzeit aus unterschiedlichen Töpfen Zuschüsse für Beratungsleistungen beantragen. Einer der wichtigsten Töpfe mit dem schönen Namen „Gründercoaching Deutschland“ soll nun zum 30.04.2015 in der bestehenden Form eingestampft werden. 

Was bislang als relativ problemlos für etablierte Berater und informierte Gründer zum Einsatz kam, fällt dem roten Stift zum Opfer. Man spricht von einer Nachfolgelösung, die jedoch noch nicht ausgereift ist. Im Raum steht, dass das neue Gründercoaching-Programm nur noch für Existenzgründer in den ersten 24 Monaten nach der Gründung greift. Sicher scheint zu sein, dass ein neu konzipiertes Bafa-Programm all diejenigen auffängt, die demnächst aus der Kfw-Förderung herausfallen. Unklar ist jedoch, ob und wie die Übergangsphase gestaltet werden soll. 

Soviel ist bislang durchgesickert: Das neue Bafa-Programm soll sich an Gründer richten, deren Unternehmen seit mehr als 2 Jahren am Markt ist. Der maximal mögliche Zuschuss soll sich auf 1.500 € bei einer Förderquote von 50 % belaufen. 

Das ist wahrlich kein schönes Weihnachtsgeschenk, sondern eher ein ins Nest gelegte Ei für Ostern.

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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die Macht des Faktischen



 

Als Existenzgründer hat man gerne selbst die Fäden in der Hand. Schließlich geht es um das „Baby“, die ureigene Geschäftsidee, den Augenstern. Auch wenn es klischeehaft klingt, dieses Verhalten trifft auf viele Gründer zu, die in meine Beratung kommen. Und das ist auch gut so – bis zu einem gewissen Punkt. Wenn die Macht des Faktischen ihre Wirkung entfaltet, dann nützen auch keine Pläne mehr, weder Plan A noch Plan B. Die Kunst ist, den Zeitpunkt zu erkennen und sich zu arrangieren. Ansonsten verpulvert man wertvolle Zeit wie Don Quichote und Sancho Pansa im Kampf gegen die Windmühlen.

Wenn etwas zu ändern ist: Ändern. Sofort.

Wer die Fäden in der Hand hat, hat die Macht. Sie bestimmen, wohin Ihr Unternehmen läuft. Sie bestimmen, wann Sie was zu welchem Preis kaufen oder verkaufen. Wenn die Situation etwas komplexer wird und andere Geschäftspartner mit im Boot sitzen, kommt es auf ihre Kommunikationsfähigkeiten an. Was in der letzten Generation noch undenkbar war, nämlich ausschließliches Kommunizieren auf schriftlichem Weg, ist für die jungen Wilden von heute an der Tagesordnung. Sie suchen ihre Kunden online, machen online Angebote und chatten virtuell. Das läuft ganz gut, aber richtig gut bezahlte Jobs gehen oft an andere Firmen. Warum das so ist? Weil Sie es mit Menschen zu tun haben, die anders ticken, als Sie.




Alte Hasen vergeben dicke Aufträge

Die alten Hasen sind nach wie vor am Markt, sie haben also auch nach wie vor Einfluss auf das Marktgeschehen. Und nicht selten verwalten sie fette Budgets. Was tun Sie also, wenn wir es mit so einem alten Hasen zu tun haben, der vermutlich aus seiner Biografie heraus den persönlichen oder zumindest telefonischen Kontakt bevorzugt? Erziehen Sie ihn um und zwingen ihn in die Kommunikation per E-Mail, Skype oder Online-Chat? Ja, das können Sie machen, vorausgesetzt Sie wollen kein Geschäft abschließen. 

Sie können sich aber auch der Macht des Faktischen beugen und in seine Welt einsteigen. Rufen Sie an. Fahren Sie hin. Sprechen Sie persönlich. Und hinterlassen Sie einen guten Eindruck. 

Persönlichkeit vor virtueller Präsenz

Viele Auftraggeber schätzen trotz der raschen Entwicklung im Online-Sektor nach wie vor, wenn sie die Menschen kennen, mit denen sie arbeiten. Die persönliche Basis ist manchmal durch nichts zu ersetzen, insbesondere dann, wenn finanziell lukrative Jobs vergeben werden. Sie haben die Zügel in der Hand. Und wer einen Karren lenkt, der viel Umsatzvolumen transportiert, sollte hoch genug sitzen, um das große Ganze im Blick zu behalten.

Freitag, 13. Dezember 2013

Endspurt 2013 - Neue Förderperiode 2014 - 2020 steht an

Der Jahreswechsel steht vor der Tür und auch in der Förderlandschaft steht jetzt der Winterschlaf an. Während einige Förderbehörden einen moderaten Übergang pflegen, d.h. fortlaufend Anträge entgegennehmen und bearbeiten, machen andere einen harten Cut. 

Angelina Ströbel  / pixelio.de 
Vor dem Hintergrund, dass sich die Förderkulisse ab dem 01.01.2014 deutlich verändert– die zurückliegende Förderperiode 2007 bis 2013 endet, die neue beginnt am 01.01.2014 und dauert sieben Jahre bis zum 31.12.2020– agieren Förderstellen, die gewerbliche Förderungen aus regionalen Wirtschaftsförderprogrammen managen sehr unterschiedlich. 

Die NRW.Bank nimmt beispielsweise nur noch bis zum 28.02.2014 Förderanträge entgegen, die aus den „alten“ Programmen gespeist werden. Wer sich mit den Gedanken an größere Investitionen trägt, sollte deshalb insbesondere im ersten Halbjahr 2014 genau hinsehen, was Fristen und Termine sowie Fördersätze angeht.



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