Dienstag, 23. Februar 2016

Einbrechern die Arbeit erschweren


Die Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich, die Quote der aufgeklärten Fälle  ist erschreckend niedrig. Um dem Ärger, der mit einem Einbruch in der eigenen Wohnung verbunden ist, zu entgehen, sind Maßnahmen zum Schutz vor Einbrechern sinnvoll. Aus diesem Grund stellt die KfW, einer staatlichen Förderbank, nun Fördermittel zur Verfügung.

Egal, ob Mieter oder Vermieter – jeder kann vom Förderprogramm profitieren. 
Wer kann die Fördermittel beantragen?

Das Förderprogramm richtet sich sowohl an Eigentümer als auch an Vermieter. Grundsätzlich beträgt der Zuschuss zehn Prozent der Kosten für Material und Handwerkerlohn. Es wird jedoch höchstens ein Betrag von 1.500 Euro ausgezahlt. Liegen die Gesamtkosten unter 2.000 Euro, ist ebenfalls keine Förderung möglich. All diese Angaben beziehen sich jedoch stets nur auf eine Wohnung bzw. ein Einfamilienhaus. Werden zum Beispiel Baumaßnahmen an mehreren Wohnungen innerhalb eines Hauses durchgeführt, können auch die Fördermittel mehrfach beantragt werden.

Was wird gefördert?

Nun stellt sich die Frage, welche baulichen Veränderungen überhaupt bezuschusst werden? Die Bandbreite der denkbaren Maßnahmen reicht vom Einbau neuer Türen, Fenster und Schlösser bis hin zur Installation von Alarmanlagen und Bewegungsmeldern. Auch einbruchsichere Jalousien und Fenstergitter werden bezuschusst. Genauere Informationen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, können bei der Polizei sowie bei entsprechenden Beratungsstellen eingeholt werden.

Wie erhalte ich die Fördermittel?

Wichtig ist jedoch, dass der Antrag bereits gestellt wird, bevor die Bauarbeiten beginnen. Zur ersten Kalkulation sind noch keine Rechnungen nötig, der Kostenvoranschlag des Handwerksunternehmens reicht aus. Die KfW empfiehlt, die Leistungen eines Fachunternehmens in Anspruch zu nehmen. Wer dennoch selber Hand anlegen möchte, hat die Möglichkeit, das Gutachten eines Sachverständigen einzuholen. Bewertet dieser die Arbeit als korrekt ausgeführt, steht der Auszahlung der Förderung nichts im Wege. Bis zur Erstattung der Kosten können jedoch teilweise bis zu drei Monate vergehen, da zunächst alle eingereichten Unterlagen gesichtet  werden müssen.

Lohnt es sich wirklich?

Vor der Antragstellung empfiehlt es sich genau zu prüfen, ob sich die Förderung wirklich lohnt. Steuerberater weisen zum Beispiel häufig darauf hin, dass die Handwerkerkosten in diesem Fall nicht mehr steuerlich absetzbar sind. Da die Handwerkerkosten mit 20 Prozent der Lohnkosten in der Steuererklärung angesetzt werden können, rechnet sich die Bezuschussung (immer mit Blick auf den persönlichen Steuersatz) insbesondere bei hohen Handwerkerrechnungen nicht immer. Im Zweifel sollten Verbraucher einen Fachmann fragen und sich die beiden Varianten gegenüberstellen lassen.

Eine andere Möglichkeit, um weiteres Geld zu sparen, ist es, bei der Hausratversicherung nach einem Rabatt zu fragen. Hier gilt es in der Regel als Voraussetzung, dass die Arbeiten von einem Fachunternehmen durchgeführt wurden.

Wer sich durch hochwertige Schlösser vor Einbrechern sichert, kann Geld sparen.
Ist möglicherweise noch mehr drin?
In vielen Fällen können die Fördermittel mit anderen Programmen der KfW kombiniert werden, beispielsweise mit Förderprogrammen für energetische Haussanierung. Gefördert werden zum Beispiel dämmende Fenster oder Türen.

Quelle:
Bild 1: pixabay.com @ Antranias (CC0 Public Domain)
Bild 2: pixabay.com @ cocoparisienne (CC0 Public Domain)