Dienstag, 15. Dezember 2015

Zuschüsse für Projekte zum Verbraucherschutz


Abbildung 1: Verbraucherforschung soll gefördert werden. Frist 
zur Einreichung ist am 01. Februar 2016

Die Verbraucherzentrale NRW hat sich zusammen mit
  • dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie
  • dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

auf einen Nenner zugunsten der Verbraucherforschung geeinigt. Unter anderem wurde beschlossen, dass Forscher, die sich insbesondere mit den Themenbereichen Verbraucherforschung, Verbraucherschutz und verbraucherpolitisches Handeln beschäftigen, finanziell unterstützt werden sollen. DieFörderung beschränkt sich folglich nicht auf einzelne wissenschaftliche Teilbereiche, sondern strebt sogar ein interdisziplinäres  Forschen an. So kann beispielsweise das Fachwissen von Ökonomen mit den Erfahrungen von Rechts- oder Politikwissenschaftlern verknüpft werden.
Angesprochen sind Universitäten und Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen. Privatpersonen und Unternehmen bleibt der direkte Zugriff verwehrt.

Was soll mit der Förderung erreicht werden?
Das Projekt des Kompetenzzentrums Verbraucherforschung NRW (KVF NRW) möchte zum einen die Forschungstätigkeiten ausbauen. Außerdem ist es erklärtes Ziel, dass politische Entscheidungen zu Wirtschaft und Verbrauchern zukünftig stärker auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren sollen.


Verbraucherschutz ist wichtig und fängt im Kleinen an – so zum 
Beispiel beim Besuch im Supermarkt. 
Wer soll gefördert werden?
Damit ein Projekt Aussichten auf eine Förderung hat, muss der/die Projektleiter /-in eine Promotion sowie eine Mitgliedschaft im Netzwerk Verbraucherforschung NRW vorweisen können. Inhaltlich sollte mindestens einer der folgenden Punkte im Vordergrund stehen:
  • Verbraucherverhalten im Allgemeinen,
  •  Lösungsansätze für das Problem, dass Verbraucher nicht ausreichend informiert werden,
  • Verbesserungen in der Verbraucherarbeit und Verbraucherbildung,
  • Interdisziplinäre bzw. transdisziplinäre Verbraucherforschung.

Wie viel Geld erhalten die Projekte?
Die Fördergelder können entweder direkt in das Projekt einfließen oder aber sie werden genutzt, um die Anforderungen für andere Förderprogramme, die zum Beispiel international ausgeschrieben sind, erfüllen zu können.
Der Betrag, der vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW bereitgestellt wird, hängt von der Summe der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben ab. Diese sind allerdings auf 35.500 Euro beschränkt. Mindestens 10 % Eigenkapital sind erforderlich, das heißt, dass knapp 32.000 Euro Zuschuss fließen kann. Dieser ist für Personalkosten, Sachmittel oder Reisekosten verwendbar.

Bewerbungsfrist für 2016
Die Frist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen endet am 01. Februar 2016. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um die Anträge vorzubereiten, denn der Run wird vermutlich enorm sein. Letztendlich erhalten die Projekte den Zuschlag, die im Vergleich zu den Mitbewerbern am meisten überzeugen können.

Praxistipp: Wer gute Chancen auf einen Zuschlag haben will, liest sich im ersten Schritt sämtliche bereitgestellten Informationen der Förderstelle sorgfältig durch. Im Kleingedruckten verbergen sich unmissverständliche Hinweise darauf, wie ein Projekt vorzugsweise auszurichten ist, um Anklang zu finden.
Weitere Tipps und Tricks zum Thema Umgang mit Förderstellen liefert das Praxishandbuch Fördermittel.


Bild 1: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)
Bild 2: pixabay.com @ itkannan4u (CC0 Public Domain)